Leonniclass

Geschichte der Logos und mein Werk.

Beitrag

Mein erstes (2D) Intro seit langem

Die Differenz zu meinen letzten Intros wird klar: Aus *3D Trap Light Splash Gödens* entwickeln sich zweidimensionale Übergänge, die den Künstler der Videoplattform YouTube audiovisuell zu Beginn seines Videos bereichern. (Video am ende des Beitrages)

Das Phänomen der Dimensionen (Logos)

Viele gestalterischen Elemente, seien es Logos, oder gar ganze Betriebssysteme, verliefen im Wandel der Zeit oft die Verwandlung von 2D zu 3D und von 3D zu 2D. So waren die ersten Logos von 1906 bis 1939 stark von Serifen und ihrer meist mehr komplexen und überwuchernden Gestaltung geprägt, im Gegensatz zu den Folge Jahrzehnten.

Logo-Designs von 1906 – 1939.
Logo-Designs von 1931 – 1947.

30er und 40er – Simple Serifen

Die Logos der 30er und 40er bestanden so statt aus eigens entworfenen Monogramen, wie bei Kodak, oder aus mächtigen Emblemen, wie das erste VW Logo, aus einfachen Fonts mit simplen Serifen. Diese Entwicklung findet ihren Ursprung im Wettkampf um Aktualität. So entwarf und publizierte Unternehmen XY ein Logo, welches der damals aktuellen Kunst mehr ähnelte als die der früheren Jahrzehnten und weitere Firmen nahmen diesem Folge.

Logo-Designs von 1942 – 1950.

50er und 60er – Serifen? Bitte was

Ein weiterer Wechsel findet sich in den 50er und 60ern, in welchen sich die Serifen der vorherigen Jahrzehnte ganz verabschiedeten und Sans Serif (franz. für ohne Serifen, serifenlos) zum Trend wurde. Es war der zweite Wandel, welcher nicht zwangsläufig eine ästhetische Verbesserung zu zuordnen ist, jedoch das repräsentierte, was die Menschen der damaligen Zeit als das nächstbeste ansahen.


Logo-Designs von 1950 – 1965.

70er und folgende

Die 70er spiegeln eine Extreme der 60er wieder. Logos werden schärfer, glatter und vor allem nun neu: Negativaussparungen.


Logo-Designs von 1971-1978.

Das Internet änderte alles: Vorzeitig

Wer sich an die ersten Websites des frühen Internets nach der Jahrtausendwende erinnert, weiß wie simpel gestrickt der damalige Aufbau war. Das junge Internet galt noch als äußerst Komplex mit den ersten Versionen von HTML und teils noch fehlendem CSS und der gestalterischen Möglichkeiten der Programmiersprache.

So gab es nur Text und Bild.

Der Text wurde den professionellem Autoren überlassen, doch die einzigen visuellen Elemente als stilistische Ergänzungen waren Bilder. Keine Animationen, keine Trigger und kaum Videos. So mussten Logos ihr volles Potenzial entfalten in dem sie nicht nur in die neue digitale Welt eintauchten, sondern auch in den dreidimensionalen Raum. Nun ermöglichten Computerprogramme die genaue visuelle Erweiterung um eine Dimension und so wurde dieses Potenzial genutzt um Logos möglichst auffällig zu gestalten.

Apples Macht in Kunst.

Ein weiterer Punkt ist Apples Betriebssystem IOS ihres neuen Gerätes: Dem legendärem iPhone 2G. Die Gesellschaft musste dem nun nur über eine Glasfront berührbaren Benutzeroberfläche herangeführt werden und mit der dreidimensionalen Gestaltung von Logos und Icons sollte ein Bezug zur Realität erstellt werden, weshalb Diese oft in Verbindung mit Tönen und Vibration bei Berührung auftraten, was sich auch heute noch in unseren Betriebssystemen zum Teil findet.

Doch nun als die Gesellschaft an Touchscreens und ihren neuen täglichen Begleiter gewöhnt waren, geriet die die dreidimensionale Gestaltung immer mehr in Kritik. Die starken Farbgradationen und Reflektionen benötigten nicht nur mehr Platz als nötig, sondern waren zudem dadurch auch schwer in der Benutzung durch ihre schlechte Visualität.

So geriet das sogenannte „Flat Design“ in den fortlaufenden Trend. Icons wurden nicht nur leichter differenzierbar, sondern konnten nun kreativer gestaltet werden, da sie nicht mehr an die Physik der 3D Welt gekoppelt waren.

Der „Brexit“ von 3D zum freien 2D.

Die Welt war an nun an 3D gewöhnt, doch es kam zu einem Wechsel, welcher wortwörtlich über die Nacht stand fand. Am 18. September 2014, genau um 4 Uhr, bekamen Apples iPhones ein neues Betriebssystem: IOS7.

So wachten Menschen in einer neuer flachen Welt auf, die ihnen vorerst nicht gefiel. Apple wechselte alle 3D Icons zu 2D Icons, flachte Buttons und Menüpunkte bis zum Minimum ab. Nun war es nicht mehr sofort identifizierbar was man anklicken kann, was nicht und vorangesetzt: Wer mag Veränderungen? Der Wechsel des Betriebssystems und der Icons in 2D zwang alle weiteren Logos zu folgen, damit Diese im Trend blieben.

Kompatibilität und Vektorgrafiken.

Ein weiterer Punkt für das Flat Design ist das gestalten an sich. Künstler konnten so ab nun einfache, jedoch hochqualitative Darstellungen erstellen und diese selbst als Vektorgrafiken unendlich skalieren, weshalb sie auf all möglichen Geräten mit einer Datei in immer der besten Qualität sichtbar sind.

Bezug zum Intro

2D ist somit zeitgenössisch, professionell und qualitativ Hochwertig, was mich zum Punkt brachte meine Fähigkeiten um eine Dimension zu verringern und dafür in anderen Punkten glänzen zu lassen.

Quellen:

99designs.de/blog/logo-und-branding/logos-im-wandel-der-zeit

www.youtube.com/cheddar

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Leon Niclas Kraft

Leon Niclas Kraft

Abiturient 2020 im Profil für Kommunikation und Design. Angehender Student im Studiengang Digitale Bremen an der Universität Bremen.
3D-Modeling und Rendering, Grafikdesign und Motiondesign.